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II · Mineralstoffe

Calcium

auch: Ca · Kalzium · Calciumcitrat · Calciumcarbonat

Der mengenmäßig größte Mineralstoff im Körper — und einer der wenigen, bei denen Ergänzung auf Verdacht mehr schaden als nützen kann.

Studienlage

Sehr gut belegt, von Fachgesellschaften anerkannt

Unsere Empfehlung

Drei Präparate mit Calcium, drei Maßstäbe

Wie wir bewerten
  1. I Wirkstoffsieger

    Platz frei

    Die beste Bewertung, unabhängig vom Preis. Sobald genug Präparate aufgenommen sind, steht hier eines.

  2. II Preis-Leistungs-Sieger

    Platz frei

    Das beste Verhältnis aus Bewertung und Tagespreis. Sobald genug Präparate aufgenommen sind, steht hier eines.

  3. III Preissieger

    Platz frei

    Der niedrigste Preis je Tagesdosis. Sobald genug Präparate aufgenommen sind, steht hier eines.

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Zugelassene Angabe

Was über Calcium gesagt werden darf

Für diesen Stoff stehen gesundheitsbezogene Angaben in der Unionsliste (VO (EU) 432/2012). Sie dürfen im angegebenen Wortlaut verwendet werden.

  1. 01

    „Calcium trägt zur Erhaltung normaler Knochen bei“

    Bedingung mindestens 120 mg je 100 g bzw. je Portion (15 % des Referenzwerts)

  2. 02

    „Calcium trägt zur Erhaltung normaler Zähne bei“

    Bedingung mindestens 120 mg je 100 g bzw. je Portion

  3. 03

    „Calcium trägt zu einer normalen Muskelfunktion bei“

    Bedingung mindestens 120 mg je 100 g bzw. je Portion

  4. 04

    „Calcium trägt zu einer normalen Blutgerinnung bei“

    Bedingung mindestens 120 mg je 100 g bzw. je Portion

  5. 05

    „Calcium trägt zu einer normalen Signalübertragung zwischen den Nervenzellen bei“

    Bedingung mindestens 120 mg je 100 g bzw. je Portion

  6. 06

    „Calcium hat eine Funktion bei der Zellteilung und -spezialisierung“

    Bedingung mindestens 120 mg je 100 g bzw. je Portion

Grundlage: VO (EG) 1924/2006 · Unionsliste nach VO (EU) 432/2012 · Wie das Verfahren funktioniert

Lebensmittel schlagen hier das Präparat

Bei kaum einem anderen Mineralstoff ist die Quelle so entscheidend. Beobachtungsstudien und Metaanalysen finden für Calcium aus Präparaten Hinweise auf ein leicht erhöhtes Risiko für Gefäßverkalkung und Nierensteine, für Calcium aus Lebensmitteln dagegen nicht. Die gängige Erklärung: Eine Tablette schwemmt den Blutspiegel in kurzer Zeit hoch, ein Stück Käse gibt das Calcium langsam ab.

Praktisch heißt das: Erst die Zufuhr über Lebensmittel abschätzen, dann die Lücke gezielt schließen. Ein Erwachsener kommt mit einem Becher Joghurt, einer Scheibe Käse und calciumreichem Mineralwasser bereits nahe an die 1000 mg. Wer ergänzt, sollte bei 200 bis 500 mg je Tag bleiben und die Gabe zum Essen nehmen.

Carbonat oder Citrat

Calciumcarbonat braucht Magensäure, um sich zu lösen. Bei Menschen über 65 und bei allen, die Protonenpumpenhemmer nehmen, funktioniert das schlecht — hier ist Citrat trotz höherem Preis die sinnvollere Wahl. Wer Carbonat nimmt, tut das zwingend zur Mahlzeit, nie nüchtern.

Ohne Vitamin D bleibt es liegen

Die Calciumaufnahme im Darm ist vitamin-D-abhängig. Bei schlechter D-Versorgung nimmt der Körper nur etwa 10 bis 15 Prozent des zugeführten Calciums auf, bei guter Versorgung das Doppelte bis Dreifache. Wer Calcium ergänzt, ohne den Vitamin-D-Status zu kennen, optimiert an der falschen Stelle.

Verbindungen im Vergleich

Welche Form auf der Packung steht, entscheidet oft mehr über die Wirkung als die Zahl davor.

Form Aufnahme Anmerkung
Calciumcitrat hoch Auch ohne Magensäure löslich — die bessere Wahl bei Säureblockern und im höheren Alter.
Calciumcarbonat mittel Höchster Calciumanteil je Gramm und billig, braucht aber Magensäure. Nur zum Essen einnehmen.
Calciumgluconat mittel Gut verträglich, aber geringer Calciumanteil — es braucht viele Tabletten für eine relevante Dosis.

Wechselwirkungen

Eisen und Zink

hemmt

Konkurrenz um dieselben Transportwege. Mindestens zwei Stunden Abstand.

Schilddrüsenhormone (L-Thyroxin)

hemmt

Deutlich verringerte Aufnahme des Hormons. Vier Stunden Abstand halten.

Antibiotika (Tetracycline, Gyrasehemmer)

hemmt

Komplexbildung im Darm, Wirkverlust des Antibiotikums.

Vitamin D

verstärkt

Ohne ausreichend Vitamin D nimmt der Darm nur einen Bruchteil des Calciums auf.

Wer besonders darauf achten sollte

  • Menschen mit Milchunverträglichkeit oder veganer Ernährung
  • Frauen nach der Menopause
  • Menschen mit Osteoporose oder unter Kortison-Dauertherapie
  • Ältere Menschen mit geringer Nahrungsmenge

Mögliche Anzeichen einer Unterversorgung

  • Muskelkrämpfe, Kribbeln um den Mund und in den Fingern
  • Brüchige Nägel
  • Langfristig verminderte Knochendichte

Diese Zeichen sind unspezifisch und können viele andere Ursachen haben. Sie ersetzen keine Diagnose.

Woher es über die Nahrung kommt

Parmesan 1200 mg je 100 g
Grünkohl 212 mg je 100 g
Joghurt 120 mg je 100 g
Mandeln 250 mg je 100 g
Mineralwasser (calciumreich) bis 600 mg je Liter
Tofu (calciumgefällt) 350 mg je 100 g

Belege

  1. 01 Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr — Calcium · Deutsche Gesellschaft für Ernährung · 2021
  2. 02 Ausgewählte Fragen und Antworten zu Calcium · Bundesinstitut für Risikobewertung · 2021

Siehe auch

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