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VI · Pflanzenstoffe

Grüntee-Extrakt

auch: EGCG · Epigallocatechingallat · Camellia sinensis · Catechine

Als Getränk unbedenklich, als hochdosierter Extrakt mit einer amtlichen Leberwarnung versehen.

Studienlage

Mehrere kontrollierte Studien, Bild noch nicht geschlossen

Unsere Empfehlung

Drei Präparate mit Grüntee-Extrakt, drei Maßstäbe

Wie wir bewerten
  1. I Wirkstoffsieger

    Platz frei

    Die beste Bewertung, unabhängig vom Preis. Sobald genug Präparate aufgenommen sind, steht hier eines.

  2. II Preis-Leistungs-Sieger

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Bewertung ausgesetzt

Was über Grüntee-Extrakt gesagt werden darf

Die Angaben zu diesem Stoff sind bei der EU-Kommission „on hold“. Sie sind weder zugelassen noch abgelehnt — die Bewertung pflanzlicher Stoffe ruht seit 2010. Werbeaussagen dazu sind rechtlich angreifbar.

Für Grüntee und EGCG ist keine gesundheitsbezogene Angabe zugelassen. Anträge zu Gewichtsregulierung und Blutfetten wurden abgelehnt, weitere stehen als Botanical-Claims „on hold“.

Grundlage: VO (EG) 1924/2006 · Unionsliste nach VO (EU) 432/2012 · Wie das Verfahren funktioniert

Der Unterschied zwischen Tee und Extrakt

Grüntee gehört zu den bestuntersuchten Getränken der Welt, und niemand rät davon ab. Die EFSA hat 2018 aber sehr deutlich zwischen dem Aufguss und konzentrierten Extrakten getrennt: Ab 800 mg EGCG täglich aus Nahrungsergänzungsmitteln fanden sich in kontrollierten Studien Erhöhungen der Leberwerte, dazu eine Reihe von Fallberichten über schwere Leberschäden.

Für aufgebrühten Tee gilt das nicht. Man müsste acht bis sechzehn Tassen am Tag trinken, um in den kritischen Bereich zu kommen — und selbst dann liegt der Stoff in anderer Matrix und Aufnahmegeschwindigkeit vor.

Praktische Konsequenz

Wer Grüntee-Extrakt nimmt, sollte auf die EGCG-Angabe achten, nicht auf die Extraktmenge, und deutlich unter 800 mg bleiben. Zur Mahlzeit einnehmen, nicht nüchtern — auf leeren Magen steigt die Aufnahme und damit die Belastung.

Wer die Catechine wegen der antioxidativen Wirkung schätzt, fährt mit zwei bis drei Tassen Tee am Tag besser: gleiche Größenordnung an Wirkstoff, kein Leberrisiko, dazu L-Theanin und der Genuss.

Verbindungen im Vergleich

Welche Form auf der Packung steht, entscheidet oft mehr über die Wirkung als die Zahl davor.

Form Aufnahme Anmerkung
Grüntee-Extrakt, standardisiert auf EGCG mittel Nüchtern eingenommen deutlich besser aufgenommen — genau dann steigt aber auch das Leberrisiko. Deshalb zur Mahlzeit einnehmen.
Matcha mittel Das ganze Blatt wird verzehrt, entsprechend mehr Catechine und Koffein als bei Aufguss.
Aufgebrühter Grüntee mittel Die unbedenkliche Form. Eine Tasse enthält je nach Sorte 50 bis 100 mg EGCG.

Wechselwirkungen

Eisen

hemmt

Catechine binden Eisen im Darm. Bei Eisenmangel mindestens eine Stunde Abstand zu eisenreichen Mahlzeiten.

Vitamin-K-Antagonisten

hemmt

Grüntee enthält Vitamin K und kann die Gerinnungshemmung abschwächen.

Nadolol und andere Betablocker

hemmt

Grüntee senkt die Aufnahme deutlich.

Koffein aus anderen Quellen

verstärkt

Extrakte enthalten je nach Herstellung noch Koffein.

Wer besonders darauf achten sollte

  • Menschen mit Lebererkrankungen — Extrakte meiden
  • Menschen mit Eisenmangel
  • Schwangere und Stillende

Woher es über die Nahrung kommt

Grüntee, aufgebrüht 50–100 mg EGCG je Tasse
Matcha bis 130 mg EGCG je Gramm

Belege

  1. 01 Scientific opinion on the safety of green tea catechins · EFSA · 2018
  2. 02 Health-Claims-Register der Europäischen Union · Europäische Kommission

Siehe auch

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