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VI · Pflanzenstoffe

OPC (Traubenkernextrakt)

auch: Oligomere Proanthocyanidine · Traubenkernextrakt · Pycnogenol

In Deutschland ein Dauerthema für Abmahnungen — beworben wird viel, zugelassen ist nichts.

Studienlage

Erste Studien am Menschen, uneinheitliche Ergebnisse

Unsere Empfehlung

Drei Präparate mit OPC (Traubenkernextrakt), drei Maßstäbe

Wie wir bewerten
  1. I Wirkstoffsieger

    Platz frei

    Die beste Bewertung, unabhängig vom Preis. Sobald genug Präparate aufgenommen sind, steht hier eines.

  2. II Preis-Leistungs-Sieger

    Platz frei

    Das beste Verhältnis aus Bewertung und Tagespreis. Sobald genug Präparate aufgenommen sind, steht hier eines.

  3. III Preissieger

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Bewertung ausgesetzt

Was über OPC (Traubenkernextrakt) gesagt werden darf

Die Angaben zu diesem Stoff sind bei der EU-Kommission „on hold“. Sie sind weder zugelassen noch abgelehnt — die Bewertung pflanzlicher Stoffe ruht seit 2010. Werbeaussagen dazu sind rechtlich angreifbar.

Für OPC ist keine gesundheitsbezogene Angabe zugelassen. Die in der Werbung verbreiteten Aussagen — etwa OPC sei ein besonders starkes Antioxidans oder wirke auf Gefäße, Haut oder Immunsystem — sind rechtlich unzulässig. Anbieter sind dafür wiederholt abgemahnt worden.

Grundlage: VO (EG) 1924/2006 · Unionsliste nach VO (EU) 432/2012 · Wie das Verfahren funktioniert

Ein Lehrstück in unzulässiger Werbung

Kaum ein Stoff wird so beharrlich beworben wie OPC — und kaum einer so regelmäßig abgemahnt. Verbreitet sind Aussagen, OPC sei „das stärkste bekannte Antioxidans“, verstärke Vitamin C um ein Vielfaches oder wirke auf Gefäße und Bindegewebe. Zugelassen ist davon nichts. Selbst der Hinweis auf eine „antioxidative Wirkung“ ist als allgemeine gesundheitsbezogene Angabe ohne zugelassenen Claim unzulässig.

Für Käufer heißt das nicht, dass OPC schädlich wäre. Es heißt, dass alles, was der Anbieter darüber schreibt, ohne rechtliche Grundlage geschrieben ist — und dass man den Angaben zur Wirkung entsprechend wenig Gewicht geben sollte.

Was tatsächlich untersucht ist

Die belastbarsten Daten liegen nicht zu Traubenkernextrakt vor, sondern zu Pycnogenol aus Kiefernrinde, wo einzelne Studien zu venösen Beschwerden und Hautfeuchtigkeit existieren. Auch sie sind klein und überwiegend herstellernah. Für den allgemeinen Gebrauch bleibt die Evidenz schwach.

Wer Polyphenole schätzt, bekommt sie günstiger und in größerer Vielfalt über dunkle Beeren, Nüsse, Kakao und Olivenöl.

Verbindungen im Vergleich

Welche Form auf der Packung steht, entscheidet oft mehr über die Wirkung als die Zahl davor.

Form Aufnahme Anmerkung
Traubenkernextrakt, standardisiert mittel Auf einen OPC-Gehalt standardisiert, meist 95 %. Ohne Standardisierung ist der Gehalt unbekannt.
Pycnogenol (Kiefernrindenextrakt) mittel Aus der französischen Meereskiefer, geschützte Marke, am besten untersuchte OPC-Quelle.
Traubenkernmehl niedrig Geringer und schwankender OPC-Gehalt.

Wechselwirkungen

Gerinnungshemmer

verstärkt

OPC kann die Thrombozytenaggregation hemmen.

Eisen

hemmt

Wie alle Polyphenole bindet OPC Eisen im Darm.

Nahrungseiweiß

hemmt

Milch und andere Eiweißquellen fällen Gerbstoffe aus.

Woher es über die Nahrung kommt

Traubenkerne Hauptquelle, im Ganzen kaum verwertbar
Rotwein 20–50 mg je Glas
Aroniabeeren, Heidelbeeren nennenswerte Mengen verwandter Proanthocyanidine

Belege

  1. 01 Health-Claims-Register der Europäischen Union · Europäische Kommission
  2. 02 Stellungnahme zu Traubenkernextrakten in Nahrungsergänzungsmitteln · Verbraucherzentrale · 2023

Siehe auch

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